Die Ernährungssicherheit ist weltweit bedroht: Konflikte und Kriege beeinträchtigen Lieferketten, immer häufigere Extremwetter durch den Klimawandel erschweren Ackerbau und Tierhaltung. Auch in Deutschland gerät die Versorgung zunehmend unter Druck, die Nahrungsmittelpreise steigen und das Risiko für zukünftige Engpässe durch Mehrfachkrisen wächst.
Während etwa in Großbritannien eine stabile Nahrungsversorgung als entscheidender Faktor für die nationale Sicherheit öffentlich stark diskutiert wird, findet diese Debatte aktuell in Deutschland noch zu wenig statt – und wenn, steht oft allein die Frage im Fokus, wie sich die bloßen Produktionsmengen weiter steigern ließen. Übersehen oder übergangen wird, dass eine zentrale Verwundbarkeit unseres Ernährungssystems in den aktuellen Dimensionen der Tierhaltung und den vorherrschenden Ernährungsweisen liegt – eine stärker pflanzenbasierte Ernährung und ein entsprechender Umbau der Landwirtschaft gehören zu den wichtigsten Hebeln für Resilienz und Ernährungssicherheit.
Nach den beiden Impulsen gibt es Raum für Fragen und Diskussion.