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Globale Steuergerechtigkeit für die Welt von morgen

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Geopolitische Machtkämpfe schwächen globale Institutionen und gefährden damit Fortschritte bei Klimaschutz und globaler Gerechtigkeit. Gleichzeitig bieten diese Umbrüche die Chance, Demokratie und Nachhaltigkeit neu zu gestalten und faire, globale Regeln zu schaffen.

Es ist wichtig, dies ins Bewusstsein der Menschen und der Politik zu rücken und Diskussionen über Neues zu stärken.

Ganz oben auf der Agenda steht dabei die faire und effektivere Gestaltung globaler Steuerregeln: Um Steuerflucht und schädlichen Steuerwettbewerb zu begrenzen und so die Finanzierung öffentlicher Aufgaben weltweit zu stärken. Faire internationale Steuerregeln können einen wichtigen Beitrag zur Entwicklungsfinanzierung leisten. Sie sichern eigene und verlässliche Einnahmequellen in allen Ländern und machen globale öffentliche Aufgaben finanzierbar. Vorschläge der Zivilgesellschaft im Kontext der Diskussion um ein UN-Rahmenabkommen für internationale Steuerkooperation lassen sich vor diesem Hintergrund als Teil einer zukunftsfähigen globalen Steuer- und Finanzarchitektur verstehen.

An diese Perspektive knüpft die Veranstaltung an. Sie thematisiert die Finanzierung des globalen Gemeinwohls als globale gemeinschaftliche Aufgaben und fragt nach neuen institutionellen, ideellen und finanziellen Ansätzen jenseits postkolonialer Geber-Nehmer-Dichotomien. Ziel ist es, Entwicklungsfinanzierung stärker als kooperativen globalen Prozess zu denken. Diskutiert werden Vorschläge für internationale Steuerregeln im Rahmen der VN-Steuerkonvention, etwa die Besteuerung multinationaler Konzerne, die Milliardärssteuer und globale Transparenzregeln, sowie Bezüge zur Klimapolitik, Armutsbekämpfung und zur Situation in Deutschland.

Veranstalter*in:
agl e. V., Forum Umwelt und Entwicklung, Global Call to Action Against Poverty, Global Policy Forum Europe, Netzwerk Steuergerechtigkeit